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Polizeidirektion Neumünster, Sanierung und Erweiterungsbau Gebäude F

Über das Projekt

Bebautes Grundstück mit Verwaltungsnutzung, Bestandsgebäude bis 4-geschossig, Satteldach, maximale Ausdehnung ca. 67,5 m x 48 m.

  1. Bauabschnitt: 3-geschossiger Erweiterungsbau ca. 11,5 / 15 m x 27,5 m 
  2. Bauabschnitt: Brandschutzertüchtigung und Beseitigung baulicher und technischer Mängel im Bestandsgebäude.

Die Maßnahmen fanden im laufenden Betrieb statt, dieser war weitestgehend störungsfrei zu halten. Ein ungehindertes Ausrücken von Dienstfahrzeugen aus rückwärtigen Grundstücksbereichen war jederzeit sicherzustellen. In Betrieb befindliche Gebäudeteile wurden gegen Zutritt durch Unbefugte gesichert. Der Bau genau im Jahre 2018 und wurde kürzlich (2021) abgeschlossen.

Erbrachte Leistungen

Anlagengruppe 1 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen

NEUBAU: In jedem Geschoss wurden Toilettenräume mit Vorräumen / Handwaschbecken errichtet. Die Damen-WCs wurden in den Obergeschossen als barrierefreie WCs ausgestattet. Die Herren-WCs erhielten in jedem Geschoss jeweils ein WC- und ein Urinalbecken. Im Erdgeschoss wurde in den Räumen „Erkennungsdienst“ und „Spurensicherung“ je Waschmöglichkeiten, ED-Raum Waschbecken, SpuSi Edelstahlspülbecken, vorgesehen. Des Weiteren wurden Teeküchen errichtet. In den barrierefreien WCs wurden Ausgussbecken für die Reinigungskräfte berücksichtigt.
Alle Sanitärobjekte sind pro Etage über eine Ringleitung angeschlossen. So ist gewährleistet, dass alle Rohrleitungsteile gleichmäßig durchströmt werden und ein regelmäßiger Wasseraustausch stattfindet.

BESTANDSGEBÄUDE: An Schmutzwasserleitungen wurden Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Diese Brandschutzmaßnahmen wurden nach den Anforderungen und Erleichterungen der MLAR geplant und durchgeführt.
Brennbare Körperschalldämmungen in Wand- und Deckendurchführungen wurden entfernt.
Handelte es sich um nichtbrennbare Leitungen (SML-Leitungen), wurden Brandschutzbandagen aus intumeszierendem Baustoff um die Rohrleitung im Bereich der Durchführung gelegt und befestigt. Der noch vorhandene Ringspalt zwischen Mauerwerk und Bandage wurde mit Brandschutzmörtel verschlossen. Waren brennbare Leitungen (Kunststoffleitungen) als Schmutzwasserrohre vorhanden, wurden die brennbaren Dämmungen entfernt und der entstandene Ringspalt mit Brandschutzmörtel verschlossen. Anschließend wurden Brandschutzmanschetten unter der Decke oder zwei Brandschutzmanschetten, je eine, an jeder Seite einer Wanddurchführung angebracht. Diese Manschetten quellen im Brandfall auf und verschließen die Rohrleitung. An Wasserleitungen wurden Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Diese Brandschutzmaßnahmen wurden nach den Anforderungen und Erleichterungen der MLAR geplant und durchgeführt. Vorhandene brennbare Dämmung an nichtbrennbaren Rohrleitungen in Wand- und Deckendurchführungen wurden entfernt. Um die Leitungen wurde eine Brandschutzbandage aus intumeszierendem Baustoff gelegt und befestigt. Der noch vorhandene Ringspalt zwischen Bandage und Mauerwerk wurde mit Brandschutzmörtel verschlossen. In Bereichen neuer Kombischotts wurden die Rohrleitungen mit nichtbrennbaren Dämmschalen verkleidet.

Es wurden zwei Teeküchen mit entsprechenden Trink- und Schmutzwasseranbindungen hergestellt. Die Ver- und Entsorgung wurde an die Bestandsleitungen angeschlossen.

 

Anlagengruppe 2 – Wärmeversorgungsanlagen

NEUBAU: Das Bestandsgebäude ist an das Fernwärmenetz der Stadt Neumünster angeschlossen. Der bestehende Anschluss wurde bereits mit einer Reserve für den Anschluss des Erweiterungsneubaus ausgestattet.
Um den Erweiterungsneubau an das vorhandene Netz anzuschließen wurde ein Leitungsgraben zwischen Erweiterungsneubau und Bestandsgebäude hergestellt, in dem die Versorgungsleitungen verlegt wurden. Nach der Forderung der GMSH wurden die Heizungsverteilleitungen offen verlegt. In den Büroräumen wurden die Sammelanschlussleitungen unter den Heizkörpern auf der Wand geführt und mit Sockelfußleisten verkleidet. Um vom Heizungssteigestrang in der nordwestlichen Gebäudeecke in die Büroräume an der Ostfassade zu gelangen, wurden die Verteilleitungen unter der Rohdecke des Flures zu den WC-Bereichen geführt. In den WCs erfolgte die Verlegung der Heizungsleitungen in der abgehängten Decke zu den Heizkörpern. In den angrenzenden Büroräumen wurden die Heizungsleitungen unter den Heizkörpern auf der Wand geführt und mit Sockelfußleisten verdeckt. Um die großen bodentiefen Fenster in den Schulungsräumen nicht durch Heizflächen zu verbauen, wurden hier flache Konvektoren vorgesehen. Es wurde gepresstes C-Stahlrohr verwendet. Leitungsdurchführungen durch brandschutzrelevante Bauteile wie feuerbeständige Wände und Decken wurden Zulassungskonform geschottet. Es wurden Plattenheizkörper mit Thermostatventilköpfen und Rücklaufverschraubungen in den Büroräumen vorgesehen. Die Schulungsräume erhielten Konvektoren mit Thermostatventilköpfen und Rücklaufverschraubungen, die vor den Fenstern installiert wurden.

BESTANDSGEBÄUDE: An Heizungsleitungen wurden Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Diese Brandschutzmaßnahmen wurden nach den Anforderungen und Erleichterungen der MLAR geplant und durchgeführt.
Vorhandene brennbare Dämmung an nichtbrennbaren Rohrleitungen in Wand- und Deckendurchführungen wurde entfernt. Um die Leitungen wurde eine Brandschutzbandage aus intumeszierendem Baustoff gelegt und befestigt. Der noch vorhandene Ringspalt zwischen Bandage und Mauerwerk wurde mit Brandschutzmörtel verschlossen. In Bereichen neuer Kombischotts wurden die Rohrleitungen mit
nichtbrennbaren Dämmschalen verkleidet.

 

Anlagengruppe 3 – Lufttechnische Anlagen

BESTANDSGEBÄUDE: Vorhandene, nichtgenutzte Lüftungsanlagen und Lüftungsleitungen (teilweise aus Kunststoff) stellen Brandlasten dar und werden demontiert und entsorgt. Brandschutzklappen in den Wand- und Deckendurchbrüchen werden ebenfalls demontiert und entsorgt. 

 

Anlagengruppe 4 – Starkstromanlagen

NEUBAU: Das Gebäude wurde mit einer batteriegestützten Sicherheitsbeleuchtung nach DIN VDE 0100-718, VDE 0108 Teil 100, EN 50171, EN 1838, BGR 216, DIN VDE 0510 , BGV A 8 und LBO ausgerüstet.
Es ist eine Einzelleuchtenüberwachung ausgeführt worden. Es kam ein zentrales Notlichtsysteme mit 8 Stromkreisen zum Einsatz. Jeder Brandabschnitt wurde mit separaten Stromkreisen der Sicherheitsbeleuchtung für Dauer- und Bereitschaftslicht ausgerüstet. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung hat ergeben, dass Einzelbatterieleuchten zwar in der Anschaffung günstiger sind als ein zentrales Notlichtsystem, sich durch den höheren Wartungsaufwand (Austausch der Akkus), gerechnet auf 10 Jahre, jedoch höhere Kosten ergeben. Der Erweiterungsneubau erhielt für die Stromversorgung eine neue Niederspannungshauptverteilung (NSHV). Die Zuleitung für den Anbau wurde an einem freien Abgang der Bestands -NSHV im Bestandsgebäude angeschlossen. Jede Etage erhielt eine eigene Bereichs – Unterverteilung.
Die Leitungsverlegung erfolgte gem. MLAR. Nach Vorgabe des Nutzers wurden ausreichend Steckdosen
und seperat abgesicherte EDV-Steckdosen in Brüstungskanälen vorgesehen. Die Besprechungsräume erhielten Bodentanks welche mit EDV-, Daten und Steckdosen ausgestattet wurden. Jalousieschalter für den aussenliegenden Sonnenschutz wurden ebenfalls im Brüstungskanal installiert. Alle Leuchten sind in LED-Technik vorgesehen. Die Büroräume, einschl. Erkennungsdienst, Kopierraum und Spurensicherung
wurden mit Bildschirmarbeitsplatz (BAP) – Einbauleuchten ausgestattet. Die Beleuchtungsstärke ist mit 500 lx (Kopierraum 200 lx) vorgesehen. Die Beleuchtung des Erkennungsdienstes wurde dimmbar ausgeführt. Die Schulungsräumen wurden mit Einbau- und Pendelleuchten, ebenfalls als BAP-Leuchten mit
einer Beleuchtungsstärke von 500 lx ausgestattet. In den Teeküchen kommen Einbauleuchten mit einer
Beleuchtungsstärke von 100 lx zum Einsatz. Die Technikräume erhielten Wannen – Anbauleuchten mit einer Beleuchtungsstärke von 200 lx. In den Fluren kommen Einbauleuchten mit einer Beleuchtungsstärke von 200 lx zum Einsatz, diese werden über Präsenzmelder geschaltet. In dem Treppenhaus sind Anbauleuchten, ebenfalls über Präsenzmelder geschaltet und einer Beleuchtungsstärke von
100 lx. vorgesehen. Das Gebäude erhält eine Blitzschutzanlage, bestehend aus Fangeinrichtung und Ableitungs- und Erdungsanlage (äusserer Blitzschutz) gem DIN VDE 0185, sowie einen Sicherheitspotentialausgleich gem. DIN 57100 Teil 540 (VDE 0100 Teil 540).

BESTANDSGEBÄUDE: Auch das Gebäude wurde mit einer batteriegestützten Sicherheitsbeleuchtung nach DIN VDE 0100-718, VDE 0108 Teil 100, EN 50171, EN 1838, BGR 216, DIN VDE 0510 , BGV A 8 und LBO ausgerüstet.
Es ist eine Einzelleuchtenüberwachung vorgesehen. Es kamen zentrale Notlichtsysteme mit jeweils 8 Stromkreisen zum Einsatz. Jeder Brandabschnitt wurde mit separaten Stromkreisen
der Sicherheitsbeleuchtung für Dauer- und Bereitschaftslicht ausgerüstet. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung hat ergeben, dass Einzelbatterieleuchten zwar in der Anschaffung günstiger sind
als ein zentrales Notlichtsystem, sich durch den höheren Wartungsaufwand (Austausch der Akkus), gerechnet auf 10 Jahre, jedoch höhere Kosten ergeben. Notwendige Flure müssen Brandlastfrei sein. Um dies erreichen zu können, wurden F30-Schlaufentrassen für die Halterung der Bestandsleitungen hergestellt. Da die Flurwände ausserhalb von Nutzungseinheiten alle in F30-Qualität erstellt sind, mussten Leitungsdurchführungen geschottet werden. Hier wurde je nach Größe der Durchführung ein entsprechende Schottsystem gewählt und zulassungskonform eingebaut. Es wurden LED-Systemleuchten für die abklappbaren Metall-Brandschutzdecken vorgesehen.

 

Anlagengruppe 5 – Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen

NEUBAU: Das Gebäude erhielt ein kupfergebundenes Telefonnetz über das Datennetz (Voice over IP). Die Schulungs- und Besprechungsräume wurden jeweils mit Anschlüssen für Monitore ausgestattet. Für die Monitore wurden HDMI-Anschlussdosen im Brüstungskanal angeordnet. Für die Beschallung der Räume sind jeweils vier Lautsprecher mit AV-Receiver vorgesehen worden. Für das Tertiärnetz wurde in dem Technikraum Elektro ein neuer Datenverteiler inkl. Patchfelder errichtet. Versorgt wird der Datenverteiler über eine LWL-Anbindung aus dem Bestand. Doppeldatendosen wurden nach Angaben des Nutzers installiert und dienen der Datenübertragung, als auch der Versorgung der Telefonanschlüsse. Aktive Komponenten waren nicht Bestandteil dieser Maßnahme.

BESTANDSGEBÄUDE: Die ehem. Kaffeteria wurde zu einem Schulungsraum mit Beamer und Leinwand umgebaut. Es wurden estrichgleiche Bodenkanäle für die Versorgung der Schulungstische vorgesehen.

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